Kaum habe ich meine Nähmaschine zurück und ein ruhiges, freies Wochenende hinter mir, geht es schon wieder weiter. Weiter weg. Für ein paar Tage fahre ich in die Niederlande. Ich freue mich schon sehr. Davor teile ich noch ein paar neuen Funde mit euch. Für mich ist's allesamt Reiseproviant. Ideen zum Schwelgen, Worte zum Darübernachdenken, Gerüche und Geschmäcker zum Genießen:
Aus einem klitzekleinen Reststück streichelzarten, grauen Jerseys habe ich mir ein Hemdchen genäht. Den Stoff hatte ich kürzlich von einer Freundin geschenkt bekommen und zusammen mit etwas elastischer Spitze und zwei alten Knöpfen macht er sich wunderbar romantisch. Über Signora Aurora bin ich auf den verrüschten Blog Ohhh Lulu gestoßen und verliebt in die glänzenden Werke aus Spitze und Rüschen. Ich möchte unbedingt einige der Schnitte ausprobieren und auch so umwerfende Sachen nähen.
Wenn ich Bücher lese, dann ordne ich sie in meinem Kopf und auch in meinem Regal in eine Art Kanon ein. So auch bei Die Frauen von Savannah, das ich mir als Reiselektüre zugelegt habe. Mit seinem Südstaatenflair und der thematischen Auseinandersetzung mit Diskriminierung reiht sich der Roman bei mir zwischen Liebe, Die Farbe lila und Wer die Nachtigall stört ein. Der Roman ist von Beth Hoffman und ich hätte ihn eigentlich lieber im amerikanischen Original gelesen, aber die Umschlaggestaltung hat mich auch mit der deutschen Übersetzung versöhnt.
Schließlich habe ich noch einen wundervollen neuen amerikanischen Foodblog für mich entdeckt. Edible perspective heißt er und lockt mit mundwässernden Kompositionen und glänzenden Photographien. Hinter dem Blog steht Ashley McLaughlin und teilt größtenteils glutenfreie Rezepte. Ich habe mich schon an einigen Rezepten versucht. Mandelmilch gehört dazu und auch saftiges Bananenbrot, das mir für morgen als Reiseproviant dienen wird.

