Sonntag, 28. November 2010

Weihnachtsmarkt

In unserer Kirchengemeinde ist dieses Wochenende Weihnachtsmarkt. 
Bei uns heißt das Crepes, Bratwurst, Popcorn, Knobibrot, gebackene Mandeln, Kuchen und Kartoffelpuffer mit Apfelmus essen. Dazu Glühwein, Punsch oder Kaffee trinken. Als erstes wühlen wir uns durch den Stand mit alten Büchern und anderen Gebrauchtwaren, damit uns niemand etwas wegschnappen kann.

Da habe ich dieses tolle Schachspiel gefunden.
Es ist zum Aufklappen und innen ist ein Backgammon-Feld.

Außerdem dieses zwei Handarbeitsbücher.
Einmal Grundlenntnissen des Häkelns, einmal des Stickens.

Und schließlich noch Geschirr. 
Passt alles gut zusammen, obwohl es nicht zusammen gehört.

Nachdem Alles sicher verstaut ist drehen wir vielfach Runden über den kleinen Platz und das kurze Stück Straße, die voll mit Ständen gedrängt sind. Über allem klingt Weihnachtsmusik von den Lautsprechern verstärkt, die nur unterbrochen wird, wenn die Bläser ihre Stücke vortragen. Samstag gibt es zweimal ein Kasperletheater für die Kinder, Sonntags nur einmal, denn abends kommt der Nikolaus in die Messe und bringt Lebkuchen, Nüsse und Manderinchen mit. Meine Mutter steht hinter einem Stand bestückt mit schönen Nähereien. Dieses Jahr gibt es Babyhalstücher und Zipfelmützenpüppchen, Dinkelkissen und -taschenwärmer und vieles mehr. Mein Papa schneidet die Brötchen für die Bratwurst auf oder wärmt sich beim Glühwein, landet später aber immer im Spülmobil. Man kennt und trifft jeden, trinkt und schwatzt miteinander. Es ist immer eisekalt, meist liegt Schnee und die Füße sind bereits nach zwei Stunden abgefroren, aber wir halten stets bis zum Ende durch.


Heute werden wir uns alle noch ein Lebkuchenherz mit unserem Namen beschreiben lassen, denn das ist Tradition. Und weil ich mich so darauf freue den Zuckerguss abzuschlecken und das Herz anzubeißen, mache ich mich jetzt auch auf den Weg!

2 Mal kommentiert:

  1. Oh, das klingt alles so schön winterlich und gemütlich. Für mich müssen es auf dem Weihnachtsmarkt immer Maronen und ein kandierter Apfel sein. Gern auch in doppelter oder dreifacher Ausführung. :)

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  2. Von dem Geschirr (Schüssel mit Goldrand) habe ich noch Vorlegeplatten, die ich nie verwende, weil der Rest im Laufe der Zeit über den Jordan gegangen ist.

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