Ein Kompliment freut doch jeden. Dann lächelt man oder bedankt sich oder wird einfach nur rot. Komplimente anzunehmen ist manchmal schwer, welche zu machen eigentlich nicht. Und doch spricht man viel zu selten aus, was einem an jemand anderem gefällt. Ich mag deine freudig kindliche Aufgeregtheit, Mama, und ich mag deine ruhige Art zuzuhören, liebe Freundin. Ich finde es toll, dass du mir einfach Alles erklären kannst, Papa, und ich freue mich, dass du diese Worte liest, lieber Leser. Es gibt selbstverständlich viele verschiedene Sorten von Komplimenten, dazu zählen auch weniger ehrlich gemeinte und nur flüchtig ausgesprochene. Aber auch diese können einem Anderen ein gutes Gefühl geben und ihn eine bessere Einstellung zu sich selbst finden lassen.
So habe ich mich heute also furchtbar gefreut und sicher auch leicht rosig gefärbt, als ich in der Pause plötzlich hörte, ich würde mich immer so toll anziehen. Erst bemerkte das Einer, dann stimmte jemand Anderes zu und ein Dritter fragte, wo ich meine Kleidung herbekäme. So etwas zu hören tut wirklich gut. Ich selbst versuche auch schon länger meine freundlichen und lobenden Gedanken einfach laut auszusprechen. Der Kollegin zu sagen, dass man ihre Stimme so angenehm findet und einer Freundin, dass sie heute aber umwerfend aussieht. Wenn man es gerade heraus sagt, ist es einfach und ehrlich und macht froh. Die Einsicht, dass der ein oder andere Blick, den man für unfreundlich hielt, eigentlich Interesse oder gar Bewunderung ist und das man sich sehr nett mit jemandem unterhalten kann und vielleicht sogar merkt, dass man einiges gemein hat, kann durchaus von einem kleinen Kompliment herrühren.
Meinem Kurs habe ich also ausgelegt, wo ich gerne einkaufe, dass ich auch viel selbernähe. So auch in den letzten Wochen. Zwei weitere Teile für meine Sommergarderobe sind entstanden. Weit und leicht und zart wie Schleierwolken. Wie fast immer sind es Schnitte aus einem japanischen Nähbuch. Diesmal aus dem Stylish Dress Book Vol. 2, woraus schon mein graues Hemd ist. Modell A und Modell Z. Anfang und Ende, Alpha und Omega...
Das graue Oberteil hat vorne und hinten einen tiefen V-Ausschnitt, an dem Ärmeln ist es geschlitz. Starke Raffungen an den Schultern lassen es voluminös und bauschig fallen, ein eingezogener Gummi in Taillenhöhe gibt Kontur. Das geblümte Blüschen hat gelegte Falten, die oben ungefähr 2cm unter der Ausschnittkante festgesteppt sind und so nach oben und unten hin locker fallen. Die angeschnittenen Ärmel sind von einer Rüsche umfasst und der Stoff ist so schön dünn, dass es sich wie ein Hauch von Nichts anfühlt. Die Schnitte sind recht leicht zu nähen, dass graue Oberteil aufgrund der Raffungen mit den Gummis etwas schwerer als das andere, aber dennoch nicht gerade kompliziert. Aus diesem Buch könnte ich womöglich auch noch alle Schnitte zwischen A und Z ausprobieren...
Ein Kompliment zum Schluss. In einer Vorlesung am Donnerstag saß ich neben einem freundlichen Seniorenstudenten. Dieser bemerkte am Schluss mit einem schelmischen Lächeln: "Sie haben ein sehr ordentliches Heft, daraus schließe ich, dass Sie auch einen sehr ordentlichen Verstand haben." Ob nun ersteres letzteres bedingt oder letzteres ersteres oder beide gar keine Relation zueinander haben, bleibt dahingestellt.
Ohh toll deine Blusen. Und ich muss dir auch ein Kompliment machen, ich finde deinen Schreibstil so schön, deine Worte passen irendwie immer :)
AntwortenLöschenIch wünsche dir ein schönes Wochenende
das hast du schön geschrieben:)!!
AntwortenLöschenDie Blumenbluse mag ich auch sehr..würde gerne auch so blümeliges anziehen, ist irgendwie schade, wollt es auch nie so recht wahrhaben, aber ab nem bestimmten Alter siehts dann doch nimmer so gut aus;)...also nutz noch die Zeit:)!
lieben Gruss zum Wochenende
Susanne