Montag, 1. August 2011

Eintagsfliegen

Bisher hat sich kaum ein Sonnenstrahl in meinen kleinen Urlaub bei meinen Eltern zuhaus geschlichen. Stattdessen gab es schnelles Rennen unter einem dunklen Himmel hinweg, der dicht mit Wolken bedeckt die Tropfen kaum noch zurück halten wollte. Und es gab wärmende Suppe und heißen Tee in allerlei Variationen. Außerdem ist da ja immernoch die unterschätzt harmonische Schönheit eines zugegebenermaßen frühen Herbsttages.


Und so habe ich mir die Zeit mit Museumsbesichtigungen, Stoff-
käufen, Kleinmarkthallenbummeleien, Kreativmarktbesuchen und allesanderevergessenlassender Lektüre verbracht. Aber ein bisschen was habe ich auch geschaffen. Aus dem bei meiner Mutter gelagerten und daher schmerzlichst vermissten One Day Sewing Summer Clothes Part II habe ich mir ein einfaches blassfliederlilafarbenes Oberteil genäht.


Bei dem reichhaltigen Nähmaschinenangebot meiner Mama fiel meine Wahl auf ein Modell mit tausend Blinklichtern und verwirrendem Über und Über an Knöpfen und Hebeln und Schaltern. Von der Nähtechnik ist das Oberteil wirklich schlicht und schnell gemacht, vorallem da ich auch noch auf eine Over-
lock zurückgreifen konnte. Das war also wirklich Eintagsnähen und zwar nicht mit einer Dauer von vier Tagen, so wie die völlig irritierend als Eintags- bezeichnete Fliege, sondern mit geschätzt knappen 4 Stunden bei gutem Radioprogramm und Kaffeepause.


Was jetzt noch fehlt sind die gestickten Initialen, in die ich mich so verguckt habe. Meine Mutter versichert auch, hier lagere massenhaft Stickgarn, aber noch hat es sich nicht an die Oberfläche gewagt. Demnach werde ich einfach ein kleines Bildchen nachzeigen - zumindest wenn es schön wird...

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