Eine weitere Buchbesprechung:
Diese Buch erinnere ich mich auch aus einem Urlaub mitgebracht zu haben. Es ist mein erstes, eigenes Nähbuch und auf der Fahrt habe ich die ganze Zeit darin geblättert, imaginäre Listen geschrieben, was ich daraus Alles nähen möchte und mir vorgestellt, wie ich wohl in den Sachen aussehe. Es hat sicherlich meinen momentan bevorzugten Stil von weiter, langer Kleidung beeinflusst. Ich habe auch sehr viel daraus genäht, allerdings sind auch einige wenige ungeliebte Sachen dabei entstanden, die dann mittlerweile auch gar nicht mehr in meinem Besitz sind. Die meisten Schnitte sind sehr anfängerfreundlich und außerdem sehr vielfältig. Ich würde gerne noch einen Mantel daraus nähen und sicher auch noch das ein oder andere Kleid.
Modell 1/2
Stoff und Schnitt dieses Oberteils mag ich eigentlich sehr gerne, allerdings habe ich sehr schludrig genäht. Eckige Ausschnittkanten finde ich nach wie vor nicht so einfach und die sehen schnell unsauber aus. Mit einem dicken Schal, der die Nähte verdeckt, trage ich das Oberteil aber trotzdem gerne.
Modell 6/7/8
Dieses kleine Oberteilchen hätte ich beinahe vergessen. Ich habe mich mal wieder eher frei an dem Schnittmuster versucht und das dabei entstandene Oberteil ist doch gut geworden. Wenn ich so darüber nachdenke, trage ich es dennoch nur sehr, sehr selten. Ursachen sind vermutlich die Ärmellosigkeit und die Länge (also Kürze). Diesem Oberteil sollte ich im Sommer aber nochmal eine Chance geben, denn eigentlich ist es sehr niedlich.
Modell 22/23
Trägerkleidchen, auf Taillenhöhe angesetzt
Dieses Kleid habe ich einmal aus einem hellen Stoff genäht und einmal aus zwei verscheidenen Stoffen zusammengesetzt. Das helle Kleid trage ich als Unterkleid, das andere auch drüber. Der Schnitt des oberen Teiles wird selbst konstruiert und das geht erstaunlich gut. Ich habe allerdings beide Male die Träger verlängern müssen, sonst hätte die Kleider viel zu weit oben gesessen und unter den Armen eingeschnitten.
Modell 26/27
Den Schnitt habe ich wohl eher zur groben Orientierung benutzt und doch Alles ein bisschen anders gemacht. Ich habe zwei Stofflagen übereinander verarbeitet, da das Kleid sonst durchsichtig gewesen wäre. Ich habe es als Weihnachtskleid genäht und getragen und war zufrieden. Mit steigenden näherischen Ambitionen fand ich es irgendwann aber doch ziemlich unansehnlich und es ist schon länger aus meinem Schrank gewichen.
Modell 29
Als dieses Kleid fertig war, war ich sehr stolz, denn beim Nähen hatte ich so meine Schwierigkeiten damit. Die langen Ärmel sind eine tolle Sache, der aufwendige Verschluss ist auch wirklich schön. Allerdings sind die Ärmel im Endeffekt einen Ticken zu Kurz gewesen und daher saß das ganze Kleid nicht richtig, rutschte herum und würgte am Hals.
Trotzdem finde ich Stoff und Schnitt toll, daher habe ich es erst neulich von den langen Ärmeln befreit und trage es jetzt durchgängig. Meine persönliche Einsicht dazu: die von mir favorisierten Japanschnitte sind einfach zu nähen, da sie nicht auf Figur geschnitten sind. Lange Ärmel müssen allerdings genau passen und entweder stimmt da schon im Schnitt etwas nicht oder reichen meine näherischen Fahigkeiten dafür nicht aus.
Modell 30
Das war mein erster Schnitt aus diesem Buch und aus überhaupt einem japanischen Nähbuch. Zu verstehen und auszuführen ist er also recht einfach. Ich trage das gelbkarierte Oberteil immer noch gerne, mittlerweile aber meist über noch etwas drüber, da gut 15 cm Länge mehr meiner Wohlfühlzone entsprechen.
In geblümt war das Oberteil zwar auch toll zu nähen und zu tragen, letztendlich war mir der Stoff aber doch zu wild und so hat es erst die Bezeichnung Nachthemd erungen und ist später ganz aus meinem Schrank gewichen.
Nun habe ich das Modell 30 nochmal aus blaukariertem Flanellstoff genäht. Da ich den Schnitt kenne und schätze ging es (bis auf kleine Overlockprobleme) schnell und das Kleid passt ganz wunderbar. Dieser Schnitt ist wirklich zu meinem Lieblingsschnitt avanciert!
Hallo!
AntwortenLöschenIch habe nochmal eine Frage zum Daily Sewing Book:
Die dort angegebenen Maße sind ja für europäische Verhältnisse doch recht klein...passen dir die Modelle gut? Es sind ja im Allgemeinen doch eher weit geschnittene Modelle. Ach ich hadere noch...
Danke im Voraus und LG von
BuxSen
Hallo BuxSen.
LöschenAus dem Daily Sewing Book habe ich bisher ja erst zwei Teile genäht, ganz repräsentativ für alle Schnitte kann ich also noch nicht aussagen. Damit alle Bescheid wissen: Im Daily Sewing Book gibt es drei Größen, 7 (78-59-86), 9 (82-63-90) und 11 (86-67-94). Ich entspreche bei einer Körpergröße von 163cm bei der Oberweite einer Größe 9, bei Taille und Hüfte bin ich sogar breiter als eine 11. Da ich bisher nur A-förmige Schnitte genäht habe, habe ich mich immer für Größe M entschieden. Im Endeffekt sitzen beide Schnitte ganz gut, aber ich hätte auch beide Male eine S machen können. Da ich die Schnitte für sehr sehr weit und voluminös halte, würde ich das mit den Maßen also nicht so eng sehen. Ich würde mich an deiner Stelle hauptsächlich nach der Oberweite und dem Rücken ausrichten (selbstverständlich nicht bei den Hosen und Röcken). Ich hoffe, diese Antwort hilft dir weiter und du kannst bei weiteren Fragen gerne wieder auf mich zukommen. Wenn du dich für das Buch entscheidest, dann würde ich mich freuen von deinen Näherfahrungen zu hören!
Liebe Grüße und viel Spaß bei der schwierigen Entscheidung.
Nova
Hui. Ist das lang... :)
LöschenJaaaaa...ich glaube, dann bestell ich es mal.
LöschenDanke für deine Antwort!
Falls jemals was daraus fertig wird, lasse ich es dich wissen. Ich liebäugel ja auch noch mit einem eigenen Blog.
Hach...mal sehen...
LG,
BuxSen